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BakeScale
TeigfeuchteWasser-zu-Mehl-Verhältnis

Teighydration berechnen & Schüttwasser anpassen

Die Hydration bestimmt Porung, Krumenfeuchtigkeit und Knetaufwand deines Teigs. Ermittle den exakten Wasseranteil oder berechne die nötige Flüssigkeitsmenge für deine Ziel-Hydration.

Hydrations-Modus:
Gramm Mehl
Gramm / ml
Errechnete Hydration
70,0 %
Gesamtteig: 850 g

Teigcharakteristik nach Hydrationsbereich

Sachlicher Kontext zu Wassergehalt, Teighaptik und typischen Gebäcken:

48–58 %Einfach

Fester Teig (Niedrige Hydration)

Sehr formstabiler, dichter Teig. Lässt sich mühelos von Hand kneten und behält exakt seine Form.

Typisch: Bagels, Laugengebäck, Nudelteig, manche Mürbeteige & feste Toastbrote.
59–68 %Einfach

Klassischer Standard-Brotteig

Ausgewogenes Verhältnis aus Bindung, leichter Knetbarkeit und saftiger Krume. Der bäckereitechnische Standard für die meisten Alltagsbrote.

Typisch: Klassisches Mischbrot, Kastenweißbrot, Weizenbrötchen, einfache Hefebrote.
69–76 %Mittel

Dehnbarer, saftiger Teig (Mittelhohe Hydration)

Weicher, elastischer Teig mit höherer Feuchtigkeit. Entwickelt beim Backen eine unregelmäßige, saftige Krume und rösche Kruste. Benötigt Dehnen & Falten.

Typisch: Klassisches französisches Baguette, Sauerteig-Landbrot, Pizza Napoletana.
77–90 %Fortgeschritten

Hochhydrierter Teig (Sehr feucht)

Sehr klebriger, fast flüssiger Teig. Erfordert stark kleberreiche Mehle (hoher Proteingehalt), schonende Teigführung und Teigkarten.

Typisch: Ciabatta, Focaccia, Pan de Cristal, moderne Tartine-Sauerteigbrote.
Hydrations-Formel
Hydration (%) = (Wassergewicht in g ÷ Mehlgewicht in g) × 100 Beispiel: (350 g Wasser ÷ 500 g Mehl) × 100 = 70 %

Die Hydration ist das Verhältnis von Wasser zu Mehl. Bei Roggen- oder Vollkornmehlen wird mehr Wasser benötigt als bei hellem Weizenmehl (Type 405).

Mehltypen & Wasseraufnahme

Es gibt keine pauschale 'Ideal-Hydration':

Ein Type-405-Mehl ist bei 70 % Hydration oft extrem weich und klebrig, während ein proteinreiches Manitoba-Mehl oder Vollkornmehl bei 70 % noch fest und formstabil wirkt.

Häufige Fragen zur Teighydration

Wissenschaftliche Fakten zu Wasseraufnahme und Klebergerüst.

Bedeutet eine höhere Hydration automatisch besseres Brot?

Nein. Ein hoher Wassergehalt (75–85 %) erzeugt zwar oft eine saftige Krume und große Porung (wie bei Ciabatta oder Focaccia), verlangt dem Bäcker aber viel Geschick beim Dehnen und Falten sowie ein kleberstarkes Mehl ab. Für ein klassisches Kasten- oder Mischbrot sind 62–68 % oft ideal.

Warum bindet Vollkorn- oder Roggenmehl mehr Wasser als Type 405?

Vollkornmehl enthält Schalenanteile (Kleie) und Ballaststoffe, die enorme Mengen Wasser aufsaugen. Roggenmehl enthält Schleimstoffe (Pentosane), die Wasser binden, aber kein dehnbares Klebergerüst bilden. Deshalb benötigt Roggen- und Vollkornteig mehr Wasser, fühlt sich aber trotzdem kompakter an.

Zählen Milch, Bier oder Eier zur Hydration?

Kuhmilch besteht zu ca. 88 % aus Wasser, Eier zu ca. 75 %. Möchtest du Milch als Schüttflüssigkeit verwenden, musst du für die gleiche Teigkonsistenz etwa 10–12 % mehr Milch als reines Wasser zugeben.

Was tun, wenn der Teig bei hoher Hydration zerfließt?

Nutze die Autolyse (Mehl und Wasser 30–60 Minuten vorquellen lassen), intensives Dehnen und Falten (Stretch & Fold) im Abstand von 30 Minuten und backe das Brot im geschlossenen gusseisernen Topf (Dutch Oven).

Passender Leitfaden: Teighydration verstehen und Mehlwasseraufnahme meisternZum Hydrations-Guide